Programme der letzten Semester :

           

 

 

           Sommersemester 2011
           GIOACHINO ROSSINI - Ouvertüre zur Oper "Der Barbier von Sevilla"
           JOSEPH HAYDN - Konzert für Violoncello und Orchester D-Dur   Solist: Valentino Worlitzsch
           LUDWIG VAN BEETHOVEN - Sinfonie Nr.5 c-moll op.67

           CHARLES GOUNOD -Messe solennelle de Sainte Cécile (in Zusammenarbeit mit dem Akademischen Chor)

Wintersemester 2010/2011

GIUSEPPE VERDI - Nabucco - Ouvertüre
            JOHANNES BRAHMS - Doppelkonzert für Violine und Violoncello
            ANTONÍN DVOŘÁK - Sinfonie Nr. 8 G-Dur

FRANZ VON SUPPÉ - Requiem (in Zusammenarbeit mit dem Akademischen Chor)


Sommersemester 2010

           MOZART - Sinfonie Nr. 38  "Prager Sinfonie"

           MAHLER - Sinfonie Nr. 1 "Titan"

           HAYDN - Harmoniemesse (in Zusammenarbeit mit dem Akademischen Chor)


           

Wintersemester 2009/2010

           MENDELSSOHN-BARTHOLDY - Hebridenouvertüre

           BOTTESINI - Kontrabasskonzert h-moll und Grand Duo

           VAN BEETHOVEN - 7. Sinfonie A-Dur op. 92

            PUCCINI - Missa di Gloria (in Zusammenarbeit mit dem Akademischen Chor)


Wintersemester 2006/2007

           LORTZING - Ouvertüre zur Oper "Der Wildschütz"

           BEETHOVEN - Klavierkonzert Nr.1 C-Dur op.15

           TSCHAIKOWSKY - Sinfonie Nr.2 c-moll op.17


Wintersemester 2005/2006:

            J. S. Bach: Orchestersuite Nr. 3 in D-Dur BWV 1068

            Camille Saint-Saëns: Violinkonzert Nr. 3 h-moll op. 61

            Antonín Dvorák: Sinfonie Nr. 9 e-moll op. 95  "Aus der Neuen Welt"

            Violine: Volker Worlitzsch, Hannover


  Wintersemester 2004/2005:

            GIACOMO ROSSINI - Ouvertüre zu "Die diebische Elster"

            PETER I. TSCHAIKOWSKI - Violinkonzert D-Dur op. 35

            LUDWIG VAN BEETHOVEN- Sinfonie Nr.7 A-Dur op. 92

            Violine: Katalyn Mugur, Kiel


  Sommersemester 2004:

            Jacques Offenbach: Ouvertüre zu "Orpheus in der Unterwelt"

            Edward Elgar: Konzert für Violoncello u. Orchester op. 85

            Antonin Dvorak: Symphonie Nr.6 D-Dur 

            Beate Altenburg, London - Violoncello


Wintersemester 2003/2004:

Richard Wagner: Tannhäuser - Ouverture

W. A. Mozart: Fagottkonzert

Johannes Brahms: Symphonie Nr.2 D-Dur op.73

Riklef Döhl, Kiel - Fagott


Wintersemester 2002/2003:

Hector Berlioz: Ouvertüre "Der römische Karneval" op.9

W. A. Mozart: Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219

Ludwig v. Beethoven: Symphonie Nr.5 c-moll op. 67

Werner Heutling - Violine


Sommersemester 2002:

 


 

Wintersemester 2001/2002:

Franz von Suppé: Ouvertüre zu "Dichter und Bauer"

Johannes Brahms: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d-moll, op 15

Antonin Dvorak: Symphonie Nr. 7 d-moll, op. 70

Caspar Franz - Klavier

 

GEBÄNDIGTE ENERGIEN - Caspar Frantz als Solist beim Uni-Konzert

Das Kammerorchester der Christian-Albrechts-Universität unter der gediegen gefesstigten Leitung Klaus Maders bot seinem großen Publikum im Kieler Schloss nach der spritzigen Ouvertüre zu Dichter und Bauer von Franz von Suppé den Auftritt des 21-jährigen Pianisten Caspar Frantz. Der zur Zeit in Rostock studierende und Durch Wettbewerbe und Konzerte bekanntgewordene Stipendiat übernahm den Solopart von Brahms´ Klavierkonzert Nr. 1 d-moll mit erstaunlicher technischer Souveränität, Gedächnisleistung und Empfindsamkeit. Nie kam er in Versuchung, aus dem stark miteinander verbundenen Geflecht von Orchester und Klavier auszubrechen, um den Solo-Helden zu spielen. So konnte Caspar Frantz bei seinen solistisch herausgehobenen lyrischen wie fulminant feurigen Passagen umso intensiver wirken, besonders während seiner äußerst klaren Solokadenz im Schlussrondo. Einige Bravos gingen der Zugabe eines Liedes des Schweden Olof W. Pettersson voraus.

Mit Antonin Dvoraks 7. Sinfonie bot das Kammerorchester wie schon zuvor bei Brahms eine solide und stimmige Interpretation, die der Vielzahl instrumentaler Klangfarben und Stimmen (herausragend Hölzbläser und Hörner) und deren manchmal rhythmisch verzwickte Verquickung bemerkenswert genau gerecht wurde. Die Stimmung der Sinfonie schlug abrupt um, als das Orchester zum Ende hin nach lebhaftem Beifall mit Blitz und Donner von Johann Strauß dazwischen fuhr. Der temparentvolle Ungarische Tanz Nr. 5 g-moll sorgte für ein spritziges Feuerwerk - Finale.x EN

aus: Kieler Nachrichten, 25.01.2002


Sommersemester 2001:

Guiseppe Verdi: Ouvertüre zur Oper "Nabucco" X

Antonin Dvorak: Violoncellokonzert h-moll op. 104

Johannes Brahms: Symphonie Nr. 4 e-moll op. 98

Annika Lilje - Violoncello

 

NACHDENKLICHE UND VIRTUOSE DIALOGE - Beim Uni-Kammerkonzert im Kieler Schloss kamen Dvorak und Brahms zum Tragen

Klaus Maders rund 50 Mitglieder umfassendes Kammerorchester der Christian-Albrechts-Universität fand im gut besetzten Kieler Schloss mit seiner Symphonik aus den 80er und 90er Jahren der 19. Jahrhunderts viel Beifall, der sich oft schon voreilig nach einzelnen Sätzen der Brahms-Sinfonie und des Dvorak-Konzerts entlud.

Zur Einstimmung gab es die Ouvertüre zu Verdis Oper Nabucco, in der wie bei einem Potpourri herausragende Themen des Werks angeschlagen wurden. Das bombastische Ende dieses den Freiheitskampf der Italiener anfachenden Stücks wurde stark zurückgenommen mit Beginn des zentralen Beitrags des Abends, dem Cello-Konzert h-moll aus Antonin Dvoraks Amerika - Periode. Klarinetten und Hörner stimmten verhalten ihre berühmten und geheimnisvollen Anfangsthemen an, bevor Solo-Cellistin Annikan Lilje, aus Bad Oldesloe stammende 23-jährige Studentin der Kölner Musikhochschule, mit kraftvoll Durchdringendem Ton das erste Moll-Thema ins Dur versetzte. Die sehr sicher spielende Cellistin pendelte im Verlauf des Konzertes zwischen nachdenklich lyrischen und sehr virtuosen Passagen, die von dem hervorragend disponierten und disziplinierten orchestralen Dialogpartner auch nie völlig zugedeckt wurden. Die Durch frühere Auszeichnungen auf Bundesebene bei "Jugend musiziert" und Durch Konzertpräsenz in Hamburg bereits bekannte Solistin erklomm mit diesem Konzert eine weitere Stufe ihrer voraussichtlichen Karriere, vor der aber immer noch ein weiteres Studium von fünf Jahren liegt.

Nicht wenige Querverbindungen zu Dvoraks Cello-Konzert gab es bei der nachfolgenden, formal noch ganz klassisch ausgerichteten und letzten Sinfonie (No. 4 e-moll) von Johannes Brahms. Die stark verzahnte Verflechtungen der Instrumentalgruppen und die ungewöhnlich starken Klangenergien dieses Werks setzte Maders Orchester vorbildlich um. Besonders plastisch und beschwingt geriet der scherzohafte 3. Satz, bevor Chaconne-Finale mit seinen 30 Variationen anhob. Der "lange, schwere" Abend endete wie gewohnt mit der Fontäne des 5. Ungarischen Tanzes von Brahms.xEN

aus: Kieler Nachrichten, 07.07.2001


Wintersemester 2000/2001:

Ludwig van Beethoven: Egmond-Ouvertüre

Edward Grieg: Konzert für Klavier und Orchester a-moll

Antonin Dvorak: Symphonie Nr. 8 G-Dur

Martin Schumann - Klavier

 

TRADITION IN DER GEGENWART - Uni-Kammerorchester konzertierte im Schloss

Trotz Krankheit hatte sich Dirigent Klaus Mader aufgerafft, sein mit dem Kammerorchester der CAU einstudiertes Semesterkonzert im Kieler Schloss auch abschließend zu leiten. Wunderbarerweise waren den Darbietungen mit klassisch - romantischer Musik aus dem 19. Jahrhundert keine interpretatorischen oder sonstigen Schwächen anzumerken.

Das rund fünfzigköpfige Ensemble hat über die Jahre sein Niveau nicht nur gehalten, sondern auch perfektionieren können. Nun hat es ein Stadium erreicht, wo Rückgriffe auf bereits früher von Mader erarbeitete Orchesterwerke fast unvermeidlich werden. Dennoch wäre eine Auffrischung Durch neue oder neugesichtete alte Musikwerke gewiss auch willkommen. Zum Beispiel statt der anfangs erklungenen Ouvertüre zu Goethes Egmond einmal alle zehn Stücke der Schauspielmusik, die Beethoven zu den Dramen des von ihm verehrten Dichters schreib: ein wirkliches, kaum irgendwo mal aufgeführtes Desideratum. Allemal hörenswert war wie präzise un umwälzend das Orchester den Umschwung von der "spanischen" Depression und dem Tod des niederlandischen Helden zum Taumel des neugewonnen Freiheitsgefühls hinein gelangen. Der musikalisch beschriebene Affekt nahm sich so ähnlich aus wie der beim FAll der Berliner Mauer.

Pianistisch setzte Martin Schumann, Professor an Hamburgs Musikhochschule, mit Edward Griegs Klavierkonzert a-Moll deutliche Akzente, nicht nur mit seinen teilweise ausgedehnten Solokadenzen in Lisztscher Manier, sondern auch mit seiner überlegenen Handhabung der dynamischen Prozesse. die in wohltuender Balance mit der Sprache des Orchesters und mit den feinen Gewichtungen lyrischer und rauschhaft virtuoser Passagen abgestimmt waren.

Seine Qualität in bezug auf das exakte Zusammensoiel nicht nur der sehr homogenen Gruppen der hohen und tiefen Streicher, auch der vorzügliche Riege der Holz- und Blechbläser zeigten Maders Musiker abschließend mit Antonin Dvoraks 8. Symphonie G-Dur, die das Orchester bereites vor neun Jahren vortrug, als es es gerade vom Audimax der Uni in den großen Konzertsaal im Kieler Schlosses umgezuogen war. Dei vier Sätze der Symphonie - wie gewohnt gemeister - erfuhren auch eine gehörige "romantische" Intensivierung und Steigerung. Und auch die beiden Zugaben waren dieselben wie vor neun Jahren, wurden mit heftigem Beifall doch jetzt indes ohne jugentlich begeisterte Akklamationen aufgenommen: Dvoraks Slawischer und Brahms Ungarischer Tanz, jeweils in g-Moll. EN

aus: Kieler Nachrichten